Klientelismus in der Politik Mexikos: Parteien im Vergleich by Barbara Schröter

By Barbara Schröter

Die Mobilisierung der Wähler mit Hilfe klientelistischer Strukturen warfare ein Kennzeichen des politischen Regimes des Partido Revolucionario Institucional (PRI) in Mexiko. Mit der Niederlage der Partei in den Präsidentschaftswahlen 2000 und der vermeintlichen Demokratisierung des Landes stellt sich die Frage, inwiefern diese Strukturen überlebt haben. Barbara Schröter untersucht dies, indem sie die drei relevanten politischen Parteien PRI, PAN und PRD in ihrem Kontakt zur Wählerschaft vergleicht, eine mögliche Pfadabhängigkeit berücksichtigt und Gründe für die Existenz und den Wandel von Klientelismus aufzeigt. Inwiefern folgt der PRI weiterhin dem klientelistischen Pfad? Kann der PRD ein demokratisches Gegenprojekt aufbauen? Und ist der PAN fähig, sich einem klientelistischen Umfeld zu entziehen?

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48 49 Er ist offener für das Einflussverhältnis zwischen Institutionen und Akteuren, welches oftmals als reziprok, stets sehr komplex und keineswegs determiniert angesehen wird. Er studiert eher einzelne Ausschnitte von politischen Systemen statt ganze politische Ordnungen (z. B. das Parteiensystem). Er zeigt Interesse an Theoriebildung und spezialisierten Methoden (empirischanalytisch statt normativ; systematisch vergleichend) Er fragt nach den Policy-Effekten unterschiedlicher Institutionen und Institutionalisierungsarrangements.

Die Institutionen werden beschrieben und systematisch verglichen. Durch diese Methode nahm das politische Denken bei Aristoteles, der die Regierungssysteme seiner Zeit verglich, seinen Anfang und wurde von Thomas Hobbes, John Locke, Montesquieu fortgesetzt19. Da hauptsächlich Studien über den Staat angefertigt wurden, wurde die Disziplin ursprünglich Staatslehre genannt. Sie vertritt die Annahme, dass der Staat organisch mit der Gesellschaft verbunden ist und ihr Wesen stark beeinflusst. Der Klassische Institutionalismus steht in naher Verwandtschaft zu den Rechtswissenschaften.

Ihr gemeinsamer Kern besteht darin, dass sie Institutionen eine handlungsermöglichende und zugleich handlungsbeschränkende Wirkung im politischen Prozess zugestehen. “ (Peters 1999:150). Der Neo-Institutionalismus geht davon aus, dass Institutionen nicht direkt auf politische Prozesse und Ereignisse wirken, sondern das Akteurshandeln strukturieren. Nicht nur formale Regeln werden als handlungsleitend akzeptiert, sondern auch informelle, wie z. B. Traditionen, Ideale, Symbole etc. Es bestehen Freiräume für das Akteurshandeln.

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