Jugendliche als Tater und Opfer von Gewalt by Peter Imbusch

By Peter Imbusch

Das Buch präsentiert Beiträge, die sich mit dem Phänomen der Jugendgewalt vornehmlich in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Es beleuchtet Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Jugendgewalt zwischen 'Erster' und 'Dritter Welt' es fragt nach den unterschiedlichen Kontexten der Gewalt; es setzt sich mit der schwierigen Lebens- und Überlebenssituation von Jugendlichen unter gewalttätigen gesellschaftlichen Bedingungen auseinander; es beleuchtet angesichts geringer Partizipationsmöglichkeiten die Rolle von Jugendlichen in Nachkriegsgesellschaften; und es zeichnet verunsichernde Diskurs- und Sicherheitsstrategien im Umgang mit Jugendlichen nach, welche die Jugendlichen eher diskriminieren als dazu beitragen, ihre Handlungen und Verhaltensweisen zu verstehen. Die beispielhaften Auseinandersetzungen mit der Thematik Jugend und Gewalt werden eingerahmt von Überlegungen zu den Hintergründen und Ursachen von Jugendgewalt sowie eher konzeptionellen Überlegungen zu den Innovationen der Gewaltforschung, die am Beispiel jugendlicher Amokläufer und college Shooter exemplifiziert werden.

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Frustration wu rde dabei als Sto rung einer zielgerichteten Aktivitat definiert , es galt den Autoren als aversives Ereignis, als au8ere Bedi ngung, die ein Juge ndgewa lt in Entwickl ungslandern 39 Individuum gewohnlich zu meiden sucht. a. dahingehend modi fiziert worden, dass Aggressio n als Folge von Frustration nur eine mogliche Reaktion unter anderen ist und das aggressives Verhalten nicht zuletzt von der Art der Frustratio n abhangt. B. Hindernisfrustration, Provokationen, psychische Stressoren), denen jeweils unterschiedliches Gewic ht fur das Auftreten von Aggressionen zukommt und die auch nicht-aggressive Handlungsmoglichkeiten bereithalten k6n nen.

A. dahingehend modi fiziert worden, dass Aggressio n als Folge von Frustration nur eine mogliche Reaktion unter anderen ist und das aggressives Verhalten nicht zuletzt von der Art der Frustratio n abhangt. B. Hindernisfrustration, Provokationen, psychische Stressoren), denen jeweils unterschiedliches Gewic ht fur das Auftreten von Aggressionen zukommt und die auch nicht-aggressive Handlungsmoglichkeiten bereithalten k6n nen. Die Starke der Aggression hangt zudem nicht nur von der Starke der frustrierten Aktivitat ab, so ndem auch vom Grad und der Anzahl der St6rungen.

Haufig ist namlich ein weit iiberschieBendes AusmaB an Gewalt festslellbar, was sich verniinftigen Zweck-Mittel-Relationen vollkommen entzieht. Jntrinsischen Gewaltmotive'' (Sutterliity 2002, 2007) will dazu beitragen, wesentlich e Dimensionen von Gewalthandlungen Jugendlicher (Gewaltinteraktion, Erfahrung der Gewaltausiibung, Interpretation dieser Erfahrung) zu erklaren, die offensichtlich von einer spezifischen Brlebnisqualitat und Erlebnisintensitat (Gewalt als kick und thrill oder als excitement) getragen werden.

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