Freiwilliges Engagement in Deutschland. Freiwilligensurvey by Sibylle Picot

By Sibylle Picot

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Knapp in 30% der Haushalte der Frauen war ein jüngstes Kind in der Altersgruppe bis unter sieben, bei den Männern traf das für jeden Dritten zu. Während die Beteiligung von Männern, sich freiwillig zu betätigen, offenbar unabhängig davon ist, welches Alter das jüngste Kind hat, stellt es sich bei den Frauen ganz anders dar. Ihr Beteiligungsgrad ist deutlich unterproportional, wenn das jüngste Kind erst ein Jahr alt bzw. unter drei Jahre alt ist. Er erhöht sich dann deutlich und liegt über dem Durchschnitt, wenn jüngste Kinder im Kindergartenalter sind.

Frauen befinden sich hier besonders im Spannungsfeld zwischen Verantwortung für die Zukunft und Mehrfachbelastung im Alltag. Zeitmangel behindert ihre Chancen der Partizipation im öffentlichen Bereich, an politischer Mitgestaltung sowie Beteiligung an Planungen und Entscheidungen. Zeitmangel behindert somit die stärkere Einbindung von Frauenansichten und -erfahrungen. 29 Der Begriff Ehrenamt erhält von Frauen weniger Akzeptanz als von Männern. Tätigkeitsprofile und -anforderungen der Freiwilligenarbeit von Frauen sind weniger institutionell und funktional geprägt.

Vor dem Hintergrund, dass gerade auch für den sozialen Bereich neue Kräfte gewonnen werden müssten, könnten diese Ergebnisse besonders positiv gewertet werden. Allerdings ist hier die Frage zu stellen, ob die antizipierte Verortung einer Umsetzung standhalten wird. Der kirchliche Bereich wird kaum als mögliches Arbeitsfeld genannt, obwohl auch im Rahmen dieser Institutionen die soziale Arbeit eine wichtige Komponente der freiwilligen Tätigkeit darstellt. 43 Gegenüber den freiwillig tätigen Frauen und Männern ergibt sich deshalb bei den interessierten Nichtengagierten eine deutlich andere Gewichtung für die Tätigkeitsfelder.

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