Erschaffung und Zerstörung der Schöpfung: Ein Beitrag zum by Michael Fieger, Jörg Lanckau

By Michael Fieger, Jörg Lanckau

Mythen und Mythenbildung sind in den Wissenschaften der Postmoderne ein sehr aktuelles Thema. Der vorliegende Sammelband möchte als Beitrag zur kulturgeschichtlichen Arbeit am Thema des Mythos verstanden werden. Der interdisziplinär ausgerichtete Band vereint nach einer thematischen Einführung literaturwissenschaftliche, ägyptologische und bibelwissenschaftliche Perspektiven. Das Themenspektrum reicht von verschiedenen Repräsentationen des Mythischen bis hin zum Vergleich schriftlicher Überlieferungen aus dem antiken Griechenland, Mesopotamien, Ägypten und Israel, die von der Erschaffung der Welt und der Bedrohung in Katastrophen sprechen.

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So wird in M. Frischs „Biografie: Ein Spiel“ eine Szene beschrieben, in welcher der Protagonist Rückschau auf sein Leben hält. Auf dem Sterbebett liegend erinnert er sich an eine Szene aus seiner Jugend, in der er mit einem Fahrrad auf einem offenen Feld steht, während ein grosses Gewitter aufzieht. 42 Marcel Weder Was er am Zufall hervorhebt, liesse sich mit Eco auch als jene Offenheit beschreiben, die der Zuschauer oder Leser erlebt, der die Handlung noch nicht kennt, und insofern von ihr überrascht werden kann.

143. K. Hübner, Die Wahrheit des Mythos, München 1985, 124. 38 Marcel Weder Literatur als nicht-argumentierendes, sondern lediglich erzählendes Medium in vergleichbarer Weise als Glaubensmacht wirksam sein kann. Sieht man im Mythischen eine sinnstiftende Glaubensmacht, wird dahinter auch ein Aspekt der Notwendigkeit sichtbar, der zur Klärung der Frage beitragen kann, ob Literatur als mythische Verfahrensweise zu betrachten ist. Wie E. 58 Oder anders formuliert: im Mythos selber gibt es nichts Sinnloses.

Aber das sind, wie gesagt, Augenblicke, und dann ist es wieder verschüttet, so scheint mir, durch Theater, 64 dem der Erwachsene entwachsen ist. Gerade im Zufall erblickte Frisch jenes Element, mit dem die Geschlossenheit des Schicksals aufgebrochen und der Handlung Bedeutsamkeit verliehen werden kann. Geht man, wie bei Cassirer gesehen, allerdings davon aus, dass der Mythos insbesondere durch die Absenz des Zufalls sich auszeichnet, wäre die von Frisch hier propagierte Theaterform ein Art antimythisches Theater.

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