ERFOLG.ETHIK.SINN by Ferdinand Rohrhirsch

By Ferdinand Rohrhirsch

Wer im unternehmerischen wie im pers?nlichen Zusammenhang ?ber Erfolg nachdenkt, wird erstaunt sein, dass Erfolg ohne Sinndimension und Handeln ohne Ethik nicht auskommen kann. Erfolg ist immer die Folge von Tun und Lassen. Bieten sich nicht beide Formen unternehmerischen wie pers?nlichen Handelns ganz praktisch f?r die philosophische Reflexion an? Wo Personen handeln, da kann die Frage nach dem Sinn und die Bedeutung einer Ethik nicht mehr umgangen werden. Ohne moralisches Handeln der in und f?r Unternehmen t?tigen Personen kann es auf Dauer keinen Erfolg geben; weder f?r das Unternehmen noch f?r seine Mitarbeiter.

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Keiner würde sich von einem Nobelpreisträger in Astronomie untersuchen lassen wollen, wenn es um seine Herzerkrankung geht. Auch der Verweis auf die exzellenten Forscherqualitäten des Astronomen würde niemanden davon abhalten, sehr viel mehr auf den Rat eines Studierenden der Humanmedizin zu hören, der weder ein Examen noch eine Facharztprüfung noch eine Approbation bestanden oder erhalten hat. Wir würden den Rat des Studierenden bevorzugen, aus einem ganz unspektakulären, aber für uns entscheidenden Grund: Er studiert das richtige Fach für unsere Frage.

29) Nicht nur in bestimmten Situationen oder bei speziellen Handlungen, sondern in seinem Gesamtverhalten ist das ‚Individuum’ – aus ökonomisch/ fachwissenschaftlicher Perspektive – dadurch bestimmt, dass es ‚vorteilsbezogen’ agiert. Das heißt: Wann immer die ökonomischen Fachwissenschaften Handlungen beobachten, wahrnehmen, unterstellen, erklären und Gestaltungsvorschläge sprich Handlungsempfehlungen vortragen, wird individuelles Handeln prinzipiell unter der Leitidee des subjektiven Vorteils, des eigenen Nutzens, des jeweilig für ‚mich’ (besser: das anonyme ‚es’ des Akteurs) förderlichen verstanden.

31/33) Ausgrenzung, Analyse, Fortschreiten vom Einfachen zum Zusammengesetzten und die Berücksichtigung der Vollständigkeit bei der Problembehandlung anzustreben – mit dieser, der Mathematik entlehnten Methode war es Descartes, dem Begründer der neuzeitlichen Wissenschaft möglich, beliebige Objekte zu untersuchen und über sie sichere Erkenntnis zu gewinnen. Darin zeigt sich auch das Neue, gegenüber den Wissenschaften des Mittelalters. Die Würdigkeit, der Wert einer Wissenschaft, hängt seit Descartes nicht mehr vom untersuchten Bereich ab, sondern von der Methode, die auf das jeweilige Gegenstandsfeld angewendet wird.

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