Die wissenschaftliche Zuganglichkeit von Kriminalitat: Ein by Karl-Ludwig Kunz

By Karl-Ludwig Kunz

Karl-Ludwig Kunz kritisiert den trügerischen Schein objektiver Tatsachenbeobachtung. Die Auseinandersetzung damit, ob wirklich gezählt wird, used to be guy zu zählen vorgibt, und used to be es bedeutet, nur „Indikatoren“ für das eigentlich Interessierende erheben zu können, schafft die foundation dafür, die Kriminologie an einem kulturwissenschaftlichen Horizont auszurichten.

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Das Bewusstsein für die Ungewissheit hinter dem BAUMAN 2000 BECK 1986, 254 ff. 48 KUNZ / BESOZZI 2003, 10 f. 49 HABERMAS 1985 46 47 43 Wahrgenommenen mag eine Grundstimmung unserer Zeit ausdrücken. Geblieben ist jedoch die Neugier auf die Ungewissheit und das Bestreben, sie zurückzudrängen. Das Fehlen eines Mastercodes zur Entschlüsselung von Ungewissheit schafft Raum für eine neue Kreativität des wissenschaftlichen Suchens50, die sich einem Methodenzwang widersetzt. In der Wissenschaftstheorie sucht man in der Auseinandersetzung mit dem „Postpositivismus“ durch Ausbildung etwa eines „normativen Naturalismus“51 und einer „sozialen Epistemologie“52 nach neuen Wegen.

Kritisch dazu ARASSE 2006, 138 ff. 33 ters fixiert. So wie eine Kriminalstatistik die Aufmerksamkeit des Betrachters auf bestimmte Aspekte des in ihr reproduzierten Geschehens lenkt und deren mediale Aufbereitung diese Aspekte auf einfache Weise kommensurabel macht, schafft die in der Malerei vorherrschende monofokale Zentralperspektive mit der Bestimmung eines einzigen unbeweglichen Auges einen für jeden leicht einnehmbaren Beobachterstandpunkt32. Vor der Bestimmung der Perspektive muss freilich der Bildausschnitt, in dem die Szene spielt, bestimmt werden.

68 69 56 Wirklichkeit zum Ausdruck. Dagegen spricht bereits die simple Einsicht, dass die Grundeinheit, welche in Kriminalstatistiken aufgezeichnet wird, gar nicht das raumzeitliche Geschehen einer kriminellen Handlung, sondern die amtliche Registrierung und Rekonstruktion des angenommenen Verdachts eines solchen Geschehens ist. Bürokratische Registriersysteme wie die Kriminalstatistik dienen dazu, die Erfahrungen der staatlichen Arbeitsaktivitäten zu erfassen und daraus Konzepte zur Steigerung der Arbeitseffizienz abzuleiten.

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