Die Analytische Soziologie in der Diskussion by Thomas Kron, Thomas Grund

By Thomas Kron, Thomas Grund

Mit seinem Vorschlag, soziale Phänomene mittels einer „Analytischen Soziologie“ aufzuschlüsseln, hat Peter Hedström jüngst die Debatte um eine angemessene soziologische Erklärung – Stichwort: Mechanismen – neu entfacht. In diesem Sammelband diskutieren overseas renommierte Soziologen diese Fortentwicklung der Analytischen Soziologie. Schwerpunkte der Diskussion sind die epistemologischen Grundlagen der Analytischen Soziologie, die Handlungstheorie sowie die Möglichkeiten agentenbasierter Computersimulationen.

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Verwendet zur Bezeichnung der vetmittds sozialer Mechanismen zu bearbeitenden Probleme des Meinungs- oder Interessensangleichs den "Kootdinationsbegriff" mehrfach. 48 MichaelSchmid treten auffaIliger Überzeugungen "anzuecken" oder der letzte bei der Übernahme einer Ansicht zu sein, oder dass sie sich mit ihrem "Unglück" abfInden, weil sie in ihrem Milieu eine hinreichende Unterstützung ihrer Meinung erfahren, dass sie eh nichts an ihrer Lage ändern können etc. dene Verteilungsproblerne lösen müssen oder genauer bezeichnet: Gefangendilemmata, Stag-hunt-Probleme, Geschlechterkämpfe, Hawk-dove-Konstellitionen oder gar Null-SurnmenKonflikte zu bearbeiten haben (vgl.

Dem dienen offenbar auch weitete Vetöffentlichungen, in denen det Autor seinen ,,Ansatz" theoriepolitisch zum Durchbruch verhelfen möchte, vgl. Hedström/Witrrock (2009) und Hedström/ Bearman (2009). 31 T. Kron, T. 1007/978-3-531-92510-3_2, © VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010 Mechanismische Erklärungen und die ,,Anatomie des SoiJalen" Ich möchte in einem ersten Schritt diese programmatischen Vorschläge zur Etablierung einer integrativen "Analytischen Soziologie" bewerten4, um sie daraufhin einer - wie ich hoffe - teils klärenden, teils weiterführenden Kritik zu unterziehen.

Damit unterscheiden sich die Hedströmschen Modellierungsvorschläge zwar nicht von denen eines Gary Becker, der auch davon ausge- 42 MichaelSchmid hen möchte, dass die Präferenzen der Akteure feststehen und dass sie keine weiteren Informationen für die Lösung ihres Handlungsproblems benötigen (vgl. ), es wird aber zunehmend schwerer, die von Hedström ersonnenen Anwendungen der DBOT nicht als Unterfall einer Entscheidungstheorie zu verstehen. Tatsächlich verfällt Hedström an zahlreichen Stellen in eine entscheidungstheoretische Sprache (vgl.

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