Der Liebesbrief: Schriftkultur und Medienwechsel vom 18. by Renate Stauf (Herausgeber), Annette Simonis (Herausgeber),

By Renate Stauf (Herausgeber), Annette Simonis (Herausgeber), Jörg Paulus (Herausgeber)

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Wenn das so wäre, so müssen Sie mir nur sagen, wie und auf was Art, so wollte ich die Anleitung dazu geben, und der Prof. M. […] würde mit Vergnügen die Hand dazu bieten. (252) Die Angelegenheit stand im Zusammenhang mit der Absicht des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz, an die Universität Heidelberg Professoren zu berufen, deren Gehalt aus freigewordenen Mitteln des aufgelösten Jesuiten-Ordens bestritten werden sollte. Ein Bruder von Eva König sollte zu den Neuberufenen gehören. “ (254)), um sodann zu bekennen, dass allein der Hinweis auf die Heidelberger Angelegenheit ihn veranlasst habe, ihr zu schreiben.

1780– 1820, hg. von Paolo Chiarini und Walter Hinderer, Würzburg 2006, S. 135–172. Vgl. Lessings Sinngedicht Das Mädchen, in: Gotthold Ephraim Lessing: Werke und Briefe in 12 Bänden, hg. von Wilfried Barner, Bd. 3: Werke 1754-1757, Frankfurt/Main 2003, S. 814f. Vgl. Anke Bennholdt-Thomsen, Alfred Guzzoni: Gelehrsamkeit und Leidenschaft. Das Leben der Ernestine Christine Reiske 1735–1798, München 1992, S. 96. E. Lessing 27 tischen Repräsentation zeigt. Erzähllust und Schreibvergnügen, Realitätssinn und Sinn für die komischen Seiten der Wirklichkeit bestimmen das Briefgespräch zwischen Eva König und Lessing mindestens ebenso stark wie der Wunsch, im Medium des Briefs eine ideelle und virtuelle Gemeinsamkeit zu gestalten und zu genießen, die es realiter während der sechs Jahre der Korrespondenz lediglich drei bis vier Mal gegeben hat.

Heidelberg. “ (254) Nur zum Zwecke der Mitteilung seiner tristen Stimmungslage hatte er ihr wohl nicht schrei16 Vgl. Anm. 7. 32 Irmela von der Lühe ben wollen, da sie aber von Heidelberg und damit von der Veränderung seiner materiellen Lage spricht, antwortet er. Die bloße Möglichkeit realer Veränderungen im Alltag hat suggestive Wirkung und prägt das Beziehungs- und Schreibverhalten; wo die selbstquälerische Entscheidung zum Verstummen die Beziehung bedroht, da öffnen die alltagspraktischen Hinweise von der einen oder der anderen Seite erneut die Kommunikation.

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