Depressive Erkrankungen (Edition Arztewoche) by Marius Nickel, Ulrich Förstner, Moritz Mühlbacher, Marjeta

By Marius Nickel, Ulrich Förstner, Moritz Mühlbacher, Marjeta Simek

Depressionen treten bei Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalit?ten auf. Jeder f?nfte Erwachsene hat mindestens einmal im Leben mit einer depressiven Symptomatik zu k?mpfen. Dieses Buch widmet sich diesem qu?lenden seelischen Leiden. In ?bersichtlicher shape wird das Basiswissen ?ber die verschiedenen Formen der Depressionen f?r die Zielgruppe der niedergelassenen Allgemeinmediziner, aber auch f?r interessierte Fach?rzte der Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapeuten aufbereitet. Um dieses Krankheitsbild diagnostizieren zu k?nnen, werden konkrete Anleitungen zur Diagnostik und Differenzialdiagnostik beschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Aufzeigen von sinnvollen Therapiema?nahmen. Neben der Wichtigkeit der Psychopharmakologie werden auch psychotherapeutische Interventionen dem Leser vorgestellt. Zudem wird ein Einblick in Komplikationsmanagement, station?re Therapiem?glichkeiten und Rehabilitation gew?hrt.

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Eine dritte Möglichkeit stellt die Schlafrhythmusänderung über den Zeitraum einer Woche dar. Dabei wird am ersten Tag ein partieller Schlafentzug ab 1 Uhr nachts durchgeführt. Am nächsten Tag sollte dann acht Stunden zwischen 17 Uhr und 1 Uhr nachts geschlafen werden und in den folgenden Tagen die Schlafzeit um jeweils eine Stunde nach hinten verlegt werden, sodass nach einer Woche wieder von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens geschlafen wird. In Forschungsabteilungen bzw. Schlaflabors kann auch selektiv ein Entzug der REM-Schlafphasen erfolgen, der therapeutisch wirksam ist.

In einem zweiten Schritt kommt es bei andauernder Einnahme von SSRI zu einer Reduktion der Sensitivität von somatodendritischen und terminalen 5HT1a-Autorezeptoren, welche zeitlich in engem Zusammenhang mit dem verzögert einsetzenden antidepressiven Effekt der SSRI steht. Obwohl SSRI als „selektiv“ für Serotonin bezeichnet werden, beschränkt sich der Wirkmechanismus nicht ausschließlich auf das serotoninerge System. Im Unterschied zu TCA haben SSRI wenig Affinität zu Histamin-, B1adrenergen und muskarinischen Rezeptoren.

Blutspiegelbestimmungen nur zu Routinezwecken sind nicht indiziert, auch da die individuellen Spiegel stark variieren können und eine sichere Korrelation mit Effektivität oder Toxizität nicht etabliert ist. 3 Anwendungsgebiete Die Hauptindikation zur Verschreibung von SSRI liegt bei depressiven Erkrankungen. So wurde die Wirksamkeit von SSRI bei depressiven Episoden in zahlreichen klinischen Studien erwiesen, auch bei atypischen Depressionen und Depressionen mit psychotischen Symptomen in Kombination mit Antipsychotika wurden positive Studien mit SSRI durchgeführt.

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