Das Steinerne Licht (Die fliessende Koenigin 02) by Kai Meyer

By Kai Meyer

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Sie waren noch einige Dutzend Meter vom Rand des Höllenlochs entfernt. Vor ihnen wuchs eine der zehn Statuen empor, beeindruckender als die Kathedrale von San Marco. Es war die Gestalt eines Mannes mit nacktem Oberkörper und bloßen Beinen. Nach Art der alten Ägypter hatte er nur ein Lendentuch um seine Hüften geschlungen. Sein Schädel war haarlos, glatt wie eine polierte Kugel. Allein dieser Kopf musste etliche Tonnen wiegen. Die Gestalt hatte beide Ellbogen angewinkelt und die Handflächen vor der Brust gegeneinander gelegt, sodass die Arme zusammen ein grobes Dreieck formten.

Schlagartig wurde ihr bewusst, dass dies hier ein Ausschnitt der eigentlichen, wahrhaftigen Hölle sein 55 musste. Etwas, das außer Professor Burbridge und einer kleinen Zahl Auserwählter noch kein Mensch gesehen hatte. Dann entdeckte sie die Zelte. «, brüllte Vermithrax. »Ja«, flüsterte Merle. « Ein Stück weit unter ihnen und etwa achtzig Meter seitlich befand sich ein Absatz in der Felswand, eine vorgeschobene Klippe, wie die umgedrehte Nasenspitze eines Riesen. Die Oberseite war flach und, grob geschätzt, zwanzig mal zwanzig Schritt weit.

Serafin sah eine zweite Bewegung, und diesmal fiel es ihm leichter, ihr mit den Augen zu folgen. Ein schwarzer Umriss glitt durch den Kanal, und jetzt entdeckte er noch einen dritten. Jeder war etwa fünf Meter lang. Nein, Fische waren das ganz bestimmt nicht, auch wenn sie in etwa die Form von Haien hatten. Erst recht keine Meerjungfrauen. Vorn liefen sie spitz zu, hatten aber auf ihrer übrigen Länge eine gleich bleibende Breite, wie ein dicker Baumstamm. Auch sah Serafin keine Flossen, soweit er das im dunklen Wasser ausmachen konnte.

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