Asset Allocation, Risiko-Overlay und Manager-Selektion: Das by Dirk Söhnholz, Sascha Rieken, Dieter G. Kaiser

By Dirk Söhnholz, Sascha Rieken, Dieter G. Kaiser

Die jüngste Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass herkömmliche Diversifikationskonzepte nicht immer erwartungsgemäß funktionieren. In diesem Buch entwickeln mit Dirk Söhnholz, Sascha Rieken und Dieter Kaiser drei Experten aus den Bereichen Asset Allocation und Manager-Selektion neue Ansätze für nachhaltige Anlageerfolge. Während Diversifikation üblicherweise als Long-Only-Allokation zu wenigen Anlageklassen erfolgt, wird hier das Konzept der Diversifikation verallgemeinert und als eine breite Investment-Strategie-Diversifikation anstatt nur eine Diversifikation über Anlageklassen aufgefasst. Dabei werden Verfahren der Managerauswahl vorgestellt, die eine solche Strategie-Diversifikation ermöglichen. Soweit sinnvoll, werden auch passive Strategien berücksichtigt. Die Autoren zeigen, dass selbst eine naive Strategie-Diversifikation langfristig hervorragende Anlageergebnisse liefert. Insbesondere in Krisen schützen jedoch weder eine breite Diversifikation noch eine diskretionäre taktische Allokation zuverlässig vor Verlusten. Zur Absicherung sind systematische Risiko-Managementkonzepte daher unverzichtbar. Es wird ferner gezeigt, dass solche Risiko-Overlay-Konzepte auch für weniger liquide Anlageklassen erfolgreich eingesetzt werden können, wodurch deren langfristig hohen Renditepotentiale auch bei höherer Risikoaversion besser genutzt werden können. Die vorgeschlagenen Investmentkonzepte werden abschließend anhand eines Portfolios für einen idealtypischen Investor konkretisiert.

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Hedgefonds sind, ebenso wie 130/30 oder Wertsicherungsfonds, als Anlagestrategien anzusehen. Im Unterschied zu (reinen) Anlageklassen beinhalten Strategien typischerweise variable Abhängigkeiten von mehreren Beta-Faktoren. B. h. die Zeitperiode, innerhalb derer die Anlageziele erreicht werden sollen. Allerdings wird sich auch ein „Langfristanleger“ nicht völlig von der kurzfristigen Entwicklung seiner Kapitalanlagen loslösen können oder wollen. Kurzfristige Entwicklungen und langfristige Ziele sind nicht immer gut miteinander vereinbar.

Vgl. Kurz (2008), Wheelan (2009) sowie Johnson/Graaf (2009). 12 Voraussetzung für die Asset Allocation ist daher die Unterscheidung verschiedener Asset-Klassen. In einer Anlageklasse werden dabei „ähnliche“ Vermögensobjekte zusammen gefasst. Die Klassifikation „ähnlicher“ Assets zu einer Anlageklasse setzt daher die Definition von Vergleichskriterien voraus. Solche Vergleichskriterien sind allerdings nicht eindeutig definiert. B. Aktien, Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen, ggf. weiter unterteilt nach unterschiedlichen Regionen oder Marktsegmenten.

4: Cost-Average-Effekt bei V-förmigem Aktienkursverlauf Quelle: Eigene Darstellung. 4) und ein V-förmiger Aktienkursverlauf unterstellt, bei dem sich die Aktie zunächst halbiert (Zeitpunkt 1) und danach wieder vollkommen erholt (Zeitpunkt 2). Für die Anleihen wird der Einfachheit halber davon ausgegangen, dass sich deren Preis nicht verändert. Im Zeitpunkt 1, in dem sich der Aktienkurs halbiert hat, ist das Vermögen ungleichmäßig allokiert. Ohne ein Rebalancing auf 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen ergibt sich ein Verhältnis von 42,9 Prozent Aktien zu 57,1 Prozent Anleihen.

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